Was machen eigentlich … der em. Erzbischof von Hamburg und der höchste Repräsentant der Unternehmerfamilie E. Merck? In Dorsten begann die Karriere des einen und das Leben des anderen

Von Wolf Stegemann

12. August 2016. – Miteinander haben die beiden Hochkaräter vermutlich nichts zu tun. Gemeinsam ist ihnen, dass beide beruflich hoch aufgestiegen sind. Der eine durch den Papst, der andere durch Geburt. Doch beide verbinden noch sieben Buchstaben, die ein Wort bilden, und das heißt Dorsten. Der eine, Dr. Werner Thissen, war von  1966 bis 1969 Kaplan in Dorsten, bevor er 2002 Erzbischof von Hamburg wurde und seit 2014 als Emerit lebt. Der andere ist Dr. Frank Stangenberg-Haverkamp, der 1948 in Dorsten in die bekannte Chemiekonzernfamilie E. Merck hineingeboren wurde. Weiterlesen

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Bombenentschärfungen: Gefährliche Erinnerungen an den Krieg – spektakuläre Räumung der Dorstener Altstadt 1958; vorläufig letzter Fund im August 2016

Mit 300 Strohballen wurde 1958 der Fundort der Bombe in der Recklinghäuser Straße abgesichert (RN)

Von Wolf Stegemann

12. August 2016. – Auch 71 Jahre nach Kriegsende werden im Boden immer noch Bomben gefunden, die beim Abwurf vor sieben Jahrzehznten nicht explodierten und bis heute gefährliche Blindgänger sind. Man findet sie in Wohn- und Baugebieten, in Flüssen sowie unter Äckern und Feldern. Manchmal müssen die Bewohner in einem bestimmten Umkreis des Fundortes bei der fachmännischen Entschärfung evakuiert werden. Mitunter mit großem Aufwand. Meist gibt es bei der Entschärfung keine Probleme, doch dann explodiert die Bombe wie 2010 in Göttingen mit drei Toten.
Die zuletzt gefundene Bombe in Dorsten wurde vor wenigen Tagen, am 4. August 2016, an der Straße „Am Güterbahnhof“ gefunden und vom zuständigen Kampfmittelräumdienst Arnsberg unschädlich gemacht. Der Evakuierungsradius betrug 150 Meter. Bewohner in diesem Bereich mussten ab 14 Uhr anderswo untergebracht werden, Straßen wurden abgesperrt. Sprengmeister Andreas Brümmer konnte nicht einmal zwei Stunden später die Alarmstufe aufheben. Die 250-Pfund-Bombe war entschärft. Weiterlesen

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Gewalt von und unter Kindern nimmt zu – Steinigung eines Vierjährigen durch einen Siebenjährigen in Wulfen erschreckte 1988 Eltern, Jugendamt und Psychologen in Dorsten

Von Wolf Stegemann

5. August 2016. – Zwei Kinder und eine minderjährige Jugendliche – 11, 13 und 17 Jahre alt –, die aus einem Land in Südosteuropa stammen und in Dortmund gemeldet sind, fuhren im letzten Jahr mit dem Zug nach Dorsten und griffen hier eine 82-jährige Seniorin an, um sie zu berauben. Der Fall macht fassungslos. Doch die Möglichkeiten von Einrichtungen wie dem Sozialen Dienst der Stadt, auf gewalttätige bzw. kriminelle Kinder und Jugendliche einzuwirken, sind begrenzt. Fassungslos machen auch die Berichte und Reportagen über Kindergewalt in Afrika, wo Kinderarmeen gebildet und eingesetzt werden. Und auch der so genannte Islamische Staat setzt Kinder und Jugendliche für den Terror ein. So ist Gewalt an und von Kindern zu einem wichtigen Thema in den Medien geworden – in den Massenmedien ebenso wie in den Fachmedien. Weiterlesen

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Zurückgeblättert: Völlerei verboten, Peitschenhiebe für Bettler. Katholische Zustände der Pfarreien im Vest Recklinghausen am Ende des 18. Jahrhunderts – ein Visitationsbericht

Visitation des Geistlichen in einer Schule im 18. Jahrhundert

Von Wolf Stegemann

29. Juli 2016. – Mit der Visitation verfolgten die Fürsten und Räte der Städte das Ziel, die Pfarrer und Prediger hinsichtlich ihrer Qualifikation für geistliche Aufgaben zu überprüfen, sich über die sittlich-religiösen Zustände der Gemeinden zu informieren und den kirchlichen Besitz aufzuzeichnen. Der Visitation unterlagen kirchliche Personen, Sachen, Orte und Anstalten. Seit dem 15. Jahrhundert wurden die Visitationen zunehmend von Beauftragten des Landesherrn durchgeführt. In der Reformationszeit waren die landesherrlichen Visitationen durchweg das Mittel zur Einführung der neuen Kirchenordnung. Vier Jahre vor der Säkularisierung des Fürstentums Köln, zu dem Dorsten gehörte, und Absetzung des letzten Fürstbischofs als Landesherr, sandte Kurfürst Maximilian Franz aus dem Hause Österreich, Kurfürst seit 1784, im Jahr 1797 einen „Commissarius Vestanus“ in das Vest Recklinghausen, um nachzusehen, wie die kirchlichen Zustände in den Gemeinden waren. Visitator war Pfarrer Johann Heinrich Wesener (1755 bis 1822), gebürtig in Dorsten. Weiterlesen

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Ehrabschneidung – Böse Gerüchte von Klatschbasen machten einem Dorstener Goldschmiedemeister vor 160 Jahren schwer zu schaffen

DOrstener Goldschmied während der Fahrt von Buer nach Dorsten aus der Reisekutsche verschwunden

Goldschmied während der Fahrt von Buer nach Dorsten aus der Reisekutsche verschwunden

Von Wolf Stegemann

Die Lebenserfahrung zeigt, dass, wenn jemand ins Gerede gekommen ist, es mitunter lange dauert, vielleicht auch Maßnahmen notwendig sind, aus diesem Gerede wieder herauszukommen. So ist es heute und so war es schon immer. Wer die alten Zeitungen durchblättert, stellt fest, dass solche Geschichten häufiger vorkamen. Dann muss der Leser vielleicht auch schmunzeln, wenn sich Komisches hinter den Zeilen verbirgt. Die damals Betroffenen hatten sicherlich keinen Grund, amüsiert zu sein. Auch nicht der Goldschmiedemeister Schöning, dem Folgendes widerfuhr, wie aus dem „Dorstener Wochenblatt“ vom 21. März 1857 und einer dünnen Polizeiakte hervorgeht. Weiterlesen

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Blick in die Partnerstadt Rybnik: Thomas Godoj kam als Kind nach Recklinghausen, wurde ein erfolgreicher Popsänger und Song-Schreiber – und kümmert sich um Kinder in Not

Von Wolf Stegemann

Vorbemerkung. In unserer Reihe, in der wir prominente und über die Region hinaus interessante Personen aus unseren Partnerstädten vorstellen, porträtieren wir in dieser Folge den jungen polnisch-deutschen Newcomer, erfolgreichen Hardrocker, Popsänger und Song-Schreiber Tomasz Jacek Godoj aus Rybnik. In früheren Porträts haben wir den verstorbenen international bekannten Schriftsteller und Lyriker Peter Corrylis aus Hainichen (Sachsen) sowie das schillernde Modemodell Bar Refaeli und den ermordeten Soldaten Ron Arad, beide aus Hod Hasharon (Irsrael),  vorgestellt.

„Thomas war sehr präsent, sehr hingebungsvoll, lebte die Songs sehr intensiv und erreichte mich. Ich war den ganzen Abend so glücklich, da zu sein. Thomas´ Stimme hat mich wieder neu in ihren Bann gezogen, er sang so wunderschön, diese Tiefe und dieser ,Dreck’ (ich weiß kein anderes Wort) in seiner Stimme sind einfach faszinierend, die Band ist so genial, so improvisierfreudig, die Stimmung im Publikum war für mein Empfinden sehr gut….“ Weiterlesen

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Ursula Küsters: Motor der Lembeck-Rhader Flüchtlingshilfe – Bürgerinitiative betreut Asylbewerber im historischen Michaelisstift. Vom Bürgermeister mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Auszeichnung der Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade durch Bürgermeister Tobias Stockhoff. Urula Küsters überreicht ihm Marmelade nach afghanischem Rezept: Foto: Christian Gruber

Von Wolf Stegemann

29. April 2016. – Vergleicht man die vielen Bürgerinitiativen in Lembeck zum Wohle des Stadtteils und ihrer Menschen, darunter vor allem die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade, mit einem Fahrzeug, dann ist Ursula Küsters darin der Motor. Sie möge diesen wenig charmanten Vergleich verzeihen, doch treffender kann man ihr Engagement für andere nicht besser verdeutlichen. Ohne Motor läuft bekanntlich kein Auto und im übertragenden Sinne auch keine Bürgerinitiative. 2014 wurde in Lembeck die Bürgerkooperation „Porte Lembeck“ gegründet, die, ähnlich der Marion Taube-Initiative „Fundbüro für Stadtideen“ jetzt in Lembeck ein „Fundbüro für Dorfideen“ etablierte. Das ist eine Sammelstelle für Verbesserungen von Lebensqualität in Lembeck. Das funktioniert. Regelmäßig treffen sich  Bürger, entwickeln Ideen – und setzen sie auch um: Pflanzaktionen verschönern das Stadtbild, das Dorfwirtshaus soll wiederbelebt werden und es wird mehr für Jugendliche und Senioren getan sowie denen Hilfe gegeben, die sie benötigen. Aber auch das gewachsene Dorfbild soll gepflegt werden, denn „Lembeck hat eine Seele und auch alte Gemäuer sind ein Teil davon.“ – Eine ähnliche Initiative gründete sich unlängst in Rhade. Weiterlesen

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Zurückgeblättert: Die Stadt wollte 1830 Residenzstadt in einem „Landräthlichen Kreis Dorsten“ mit den zwei Städten und 28 Landgemeinden werden – Absage

Das idyllisch gelegene Dorsten 1823 mit Blick auf die Nordseite der Stadt

Von Wolf Stegemann

Im Zuge der Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen entstanden im preußischen Regierungsbezirk Münster 1816 zehn landrätliche Kreise, darunter der Kreis Recklinghausen, der im damaligen Preußen mit 38.000 Einwohnern und 781 Quadratkilometern größter Kreis war und von dem Landräthlichen Commissair Graf Wilhelm von Westerholt geleitet wurde. Das Territorium umfasste das gesamte Vest mit den Städten Recklinghausen und Dorsten sowie 28 Landgemeinden, die von Bürgermeistereien (Fortbestand der vormaligen „Mairien“) verwaltet wurden. Auch die bis dahin fürstbischöflich-münstersche Herrlichkeit Lembeck – bis dato zum Amt Ahaus gehörig – mit den Gemeinden Lembeck, Rhade, Erle, Wulfen und Altschermbeck wurde 1816 mit dem Kreis vereinigt. Der Name Vest Recklinghausen hat sich bis heute erhalten und deckt den größten Teil des Kreises Recklinghausen ab. Die Festlegung der Kreisgrenzen zog sich bis 1830 hin. Weiterlesen

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Der Muttertag: In Amerika initiiert, vom Blumenhändlerverband installiert, von den Nazis ideologisiert, danach kommerzialisiert. Umsatz für Schnittblumen an diesem Tag bis 130 Millionen Euro

Gebärfreudige Frau Adebar erhält am Muttertag die Grüße ihrer lieben Storchenkinder; Zeichnung von Stefan Roth mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung (http://www.roth-cartoons.de)

Von Wolf Stegemann

6. Mai 2016. – Der Muttertag ist ein ambivalenter Tag. Wer mit dem Stichwort googelt, der fühlt sich unversehens in einen weitläufigen Basar versetzt und staunt, wie der Storch des Karikaturisten Stefan Roth im obigen Titelbild über die Vielzahl seiner Kinder, was unter dem Begriff Muttertag alles verkauft wird. Heerscharen von Blumenhändlern, fabrikmäßigen Tortenherstellern, Küchengeräteverkäufern, Bonbon-, Marzipan-, Nougat- und Pralinenherstellern, Reisebüros und Hotels bieten den jungen und alten Kindern von Müttern Billiges und Teures an, mit denen sie einmal im Jahr ihren Müttern ihr Muttersein versüßen können. Darüber darf man sich allerdings nicht wundern, denn erst der Geschäftssinn rief den Muttertag so richtig ins Leben und kann sich getrost als Mutter des Muttertags bezeichnen, was er allerdings nicht tut. Denn faktisch ist er das nicht. Der Geschäftssinn der Blumenhändler hat sich den Muttertag lediglich angeeignet und das daraus gemacht, was er heute ist. Mit Erfolg. Denn nach Weihnachten ist der Muttertag der umsatzstärkste Geschenktag, vor allem bei Blumen, und rangiert auch noch vor dem Valentinstag. Weiterlesen

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Was war der Nationalsozialismus im „neuen“ Reich? Joseph Wiedenhöfer, Direktor des Gymnasium Petrinum bis 1932, wusste schon 1934 die Antwort: Eine Forderung der Religion!

Von Wolf Stegemann

17. Juni 2016. – Eine Vorbemerkung zu dem folgenden wörtlich wiedergegebenen Text ist notwendig. Er steht unter dem Titel „Der deutsche Schicksalsweg zur Höhe“ (S. 90) als letztes Kapitel im Nachspann der 90-seitigen Broschüre „Der erste Hammerschlag. Unsern Befreiern aus Spartakistengewalt. Zum Weihetag des Freikorpsehrenmals“ 1934 veröffentlichte. Mit Höhe meint der Autor den Nationalsozialismus. Das erste Kapitel heißt entsprechend „Der deutsche Schicksalsweg zur Tiefe“, das ist nach dem Kaiserreich die Weimarer Republik. Autor ist der in Dorsten bestens bekannte Dr. Joseph Wiedenhöfer, der von 1905 bis 1932 Direktor des Gymnasium Petrinum in Dorsten war. Das Heft erschien anlässlich der Einweihung des Freikorps-Ehrenmals am Kanal am 24. Juni 1934 durch die Nazis im Verlag Josef Weber, in dem auch die „Dorstener Volkszeitung“ (heute Dorstener Zeitung) erschien. Das Freikorps Lichtschlag hatte 1919 die kommunistischen Spartakisten aus Dorsten mit Gewalt vertrieben, wobei sie auch Morde begangen haben. Das Denkmal stand etwa da, wo sich heute die Rückfront des Einkaufscenters Mercaden befindet. Die Engländer kippten das Denkmal 1945 in den Kanal. Der Pädagoge, Humanist und Heimatforscher Dr. Wiedenhöfer biederte sich sofort nach der Machtübernahme den neuen Herren an, war strammer Nationalsozialist, was aus seinen Veröffentlichungen hervorgeht. So auch aus dem hier nachveröffentlichten Text mit seinen Erklärungen, wie wichtig der Nationalsozialismus für die Rassenart und das Volk sei, weil natur- und gottgegeben. Am heutigen Freitag wird vermutlich das Urteil gegen einen ehemaligen SS-Wachmann vom Landgericht Detmold gesprochen. Er war an der Todesmaschinerie der Nationalsozialisten in Auschwitz beteiligt. Vermutlich eines der letzten Urteile gegen Schuldige dieser Verbrechen, wenn nicht das letzte. Weiterlesen

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Mercaden im Stresstest: Bilanz nach hundert Tagen – erste Veränderungen in der Altstadt – „Eigenattraktivität“ zu gering

Mercaden - Blick in die 1. Etage, Montag, 6. Juni 2016, 14 Uhr; überklebte Leerstände links und rechts; Fotos (6): Wolf Stegemann

Von Helmut Frenzel

10. Juni 2016. – Als Anfang März das Mercaden seine Pforten öffnete, wurde von allen Seiten die Bereicherung hervorgehoben, die Dorsten mit dem neuen Einkaufszentrum erfahre. Die örtliche Kaufkraft werde stärker gebunden; Kunden aus der Umgebung würden angezogen und der innerstädtische Einzelhandel von einer höheren Besucherfrequenz profitieren. Viele Dorstener freuten sich auf die neuen Einkaufsmöglichkeiten. Dazu kam die allgemeine Erleichterung über das Ende der Großbaustelle und die damit verbundenen Einschränkungen im Straßenverkehr. Auch an die äußeren Dimensionen gewöhnten sich die Dorstener überraschend schnell. Es hätte schlimmer kommen können, hört man. Eine positive und erwartungsvolle Grundstimmung begleitete die Eröffnung. Entsprechend groß war das Interesse. Weiterlesen

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Was macht eigentlich … Melanie Dittmer? Sie organisiert fremdenfeindliche Hetze, beschimpft Muslime, beleidigt Polizisten und macht negative Schlagzeilen. – Versuch einer Darstellung

Ex-Dorstenerin, Fotografin und Angehörige der rechten Szene: Melanie Dittmer bei der Arbeit; Foto: ifa

Von Wolf Stegemann

3. Juni 2016. – Sie wuchs in Dorsten auf, bekam hier das schulische Rüstzeug fürs Leben, driftete als junges Mädchen in die rechte Szene und wurde auffällig. Da war sie gerade 16 Jahre alt. Heute ist sie 37 und in rechtsradikalen Kreisen als Vorsitzende der „Dügida“ (Düsseldorfer Ableger der Pegida-Bewegung) bekannt und produziert Schlagzeilen wie „Ermittlungen gegen Dügida-Chefin“, „Dügida setzt Demo-Route vor Moschee durch“, „Dittmer: Rosenmontag als Terrorist verkleiden“, „Zwei Anklagen gegen Dügida-Organisatorin“, „Weitere Vorwürfe gegen Dügida-Chefin“, „Melanie Dittmer wegen Hetze zu Bewährungsstrafe verurteilt“. Weiterlesen

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Dorstens Kino-Vergangenheit: „Weibsteufel“, Amtsinspektor spielte Geige, Hitlers Geburtstag, Mozarts „Zauberflöte“ und ein missglückter Überfall auf die Kinokasse – Ein Rückblick

Central-Theater an der Borkener Straße in Holsterhausen in den 1950er-Jahren

Von Wolf Stegemann

Schon früh kamen die Dorstener in den Genuss der von den Gebrüdern Lumière in Paris erstmals 1895 vorgestellten bewegten Film-Bilder. In der Gaststätte Nuyken an der Lippestraße wurden mittels eines mobilen Kinematographen Stummfilme vorgeführt. Mit der schnellen Entwicklung des Films kamen in Dorsten auch fest eingerichtete Lichtspielhäuser auf. In der Lippestraße befanden sich von 1950 bis 1965 die Schlüssel-Lichtspiele, die Bernhard Brüggemann 1981 im alten Lippetor-Center wieder aufleben ließ, bis er sie 1993 wieder schloss, um sich seinem von Grund auf neu und für 6,5 Millionen DM ausgebauten Central-Kino in Holsterhausen zu widmen. Mittlerweile gibt es eine recht gut angenommene Konzeption, um das Kino in Zeiten des alltäglichen Fernsehens wieder in das Blickfeld zu rücken: Kino für Senioren, Kinder, Kirche und andere. Weiterlesen

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„Hollandgänger“ aus Westfalen arbeiteten jenseits der Grenze. Wen das Auswanderungsfieber packte, blieb, um ein besseres Leben zu haben: ob im Wilden Westen oder in Südamerika

Notgeld der Stadt Freren 1922 (Emsland Lingen Museum)

Von Wolf Stegemann

15. Juli 2016. – Wie sich doch so manches gleicht! Wir erinnern uns an die Gastarbeiter aus Italien, Jugoslawien, Griechenland, Spanien und der Türkei, die in den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen, weil sie hier gebraucht wurden. Heute sind es u. a. Polen, die als Saisonarbeiter nach Deutschland kommen, beispielsweise während der Spargelzeit. Meist ist beiden geholfen, den Spargelbauern, denen Arbeitskräfte fehlen, und den Arbeitskräften, die Geld verdienen. So war es auch im 17. bis 20. Jahrhundert, als deutsche Saisonarbeiter im Ausland Geld verdienten, um ihre Familien in der Heimat zu versorgen. Denn bereits seit dem 17. Jahrhundert bestand ein Wohlstandsgefälle zwischen Holland / Westfriesland und dem armen und von Missernten und Steuerlasten bedrückten Westfalen. So waren die westfälischen und emsländischen Saisonarbeiter aus sozialer Not getrieben. Hauptmerkmal dieser Arbeit war die jahreszeitlich beschränkte Saisonarbeit. Weiterlesen

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Robert Schulte Hemming komponierte die Filmmusik für die Mordkommission Istanbul, Oberinspektor Derrick, Commissario Brunetti, den Bergdoktor und viele andere

Robert Schulte Hemming (r.) mit seinem Musik-Partner Jens Langbein im Off Beat Studio Hamburg

Von Wolf Stegemann

8. Juli 2016. – „Die hohe Kunst des Seitensprungs“ hat er vertont – musikalisch, versteht sich. Auch den mit dem Grimme-Preis gekrönten Film „Das Urteil” von Oliver Hirschbiegel und „Ein Engel schlägt zurück”, Regie Angelina Maccarone. Wer sein Werksverzeichnis liest, glaubt, ein TV-Programmheft vor sich zu haben: „Hilfe, ich bin ein Junge“, „Der Bergdoktor“, „Geld, Macht, Liebe“,  „Der Staatsanwalt“, „Amokläufer“, „Familie Sonnenfeld“, „Ein Ferienhaus in Marrakesch“, „Mordkommission Istanbul“, „Das Paradies am Ende der Welt“, „Donna Roma“, „Ein starkes Team“, „Lisa Falk – Eine Frau für alle Fälle“, „Die Männer vom K3“, „Derrick“, „Freunde fürs Leben“, „Utta Danella – Das Familiengeheimnis“, „Sturzflug ins Glück“, „Und plötzlich war alles anders“, „Wenn zwei sich trauen“ und „Wiedersehen auf Palma“. Dabei sind auch die Folgen der TV-Filme Donna Leons in Venedig. Denn wenn Commissario Brunetti durch die Lagunenstadt schlendert, begleitet ihn die Musik von Robert Schulte Hemming. Weiterlesen

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