Chronologie des Umgangs mit der Corona-Pandemie in Dorsten (I) – Das weltumspannende Thema beherrscht so den Alltag, dass es mehr verwirrt als informiert. Dorsten im März 2020

Zusammengestellt von Wolf Stegemann

14. Mai 2020. – Dies ist eine chronologische Zusammenstellung aller Maßnahmen, mit denen der Staat gegen die Ausbreitung des Virus zu bremsen versuchte und wie und wann sie mit welchen Folgen von der Stadtverwaltung umgesetzt wurden.  Kaum jemand hätte das Arsenal an Maßnahmen für möglich gehalten, zumal auch executiv Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden. Geschäfte, Restaurants, Museen, Schulen, Kitas schließen. Ganze Belegschaften wechseln ins Homeoffice, Produktionsketten kommen zum Erliegen. Sportveranstaltungen werden abgesagt. Grenzen werden dichtgemacht, Sperrzonen eingerichtet, Versammlungsverbote sowie Ausgangsbeschränkungen erlassen. Die Maßnahmen gegen das Virus haben auf Dauer immense soziale, ökonomische und auch juristische dort, wo gegen die eine oder an der Maßnahme geklagt wird.
Dorsten ist ein winziges Puzzleteilchen in dieser Corona-Welt. Das Corona-Virus macht alle gleich, doch nicht die Behandlung. Wie Dorsten und seine Bürger damit umgehen dokumentiert täglich die „Dorstener Zeitung“, die dieser umfangreichen Chronologie als Informationsquelle diente und dient. Denn sie wird fortgeschrieben. Wer den Überblick mit den Ereignisse der Tage liest, wird sicherlich feststellen, wie die immer wiederkehrenden und veränderten Texte über Gebote, Verbote und Maßnahmen fassungslos machen. Verwirrend ist, was die Politik immer wieder neu entscheidet und fast wöchentlich verändert. Und all dem müssen Stadtverwaltungen und ihre Dienststellen folgen, was nicht immer funktionieren kann. Das verunsichert die Bürger, die dann nicht wissen,was eigentlich Sache ist. Die hier chronologisch dargestellte lokalbezogene Corona-Krise wird in Fortsetzungen unter dem Stichwort „Corona-Pandemie“ weitergeschrieben, denn wir befinden uns noch mitten in der Krise. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Corona-Pandemie, Seuchen | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Chronologie des Umgangs mit der Corona-Pandemie in Dorsten (II) – Das weltumspannende Thema beherrscht so den Alltag, dass es mehr verwirrt als informiert. Dorsten im April 2020

Zusammmengestellt von Wolf Stegemann

Altkleider-Stopp. Aktuell scheinen viele Dorstener ihre Kleiderschränke auszumisten. Die Folge ist, dass die Altkleider-Container überfüllt sind (Foto). Daher ruft die Stadtverwaltung zu einem Altkleider-Stopp auf und fordert die Dorstener auf, ihre alte Kleidung vorerst noch im Keller zu lagern. Denn die Weiterverwendung der Textilien ist durch die Viruskrise stark eingeschränkt. Hochgerechnet kämen in drei Monaten der Krise rund 200 Tonnen Altkleider zusammen, die eine Lagerfläche von rund 600 qm benötigten.
Corona-Kosten zahlen in Dorsten noch die nachfolgenden Generationen ab. Die Bezirksregierung Münster hat im April den Doppelhaushalt der Stadt Dorsten für 2020 und 2021 genehmigt. Die Stadt verfügt damit für zwei weitere Jahre über eigene Handlungsfähigkeit. Doch das Zahlenwerk, entstanden vor der Krise, ist nach Ausbruch der Corona-Pandemie Makulatur. Dorstens Stadtkämmerer rechnet mit mehreren Millionen Euro, die 2020 verloren gehen werden“. Neben der Höhe der Gewerbesteuer ist auch der Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer völlig unklar. Das Land NRW will nach ersten Informationen einen „Rettungsschirm“ über den Kommunen aufspannen. Die Kosten der Corona-Krise sollen ab 2025 auf 50 Jahre verteilt werden. Eine Beispielrechnung: Wenn die Pandemie die Stadt in diesem Jahr 10 Millionen Euro kostet, müsste Dorsten ab 2025 jährlich zusätzlich 200.000 Euro zurückzahlen. Bis zum Jahr 2075. Doch derzeit ist noch vieles – wenn nicht alles – alles ungewiss. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Corona-Pandemie, Medizinisches, Seuchen | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Chronologie des Umgangs mit der Corona-Pandemie in Dorsten (III) – Das weltumspannende Thema beherrscht so den Alltag, dass es mehr verwirrt als informiert. Dorsten im Mai 2020

Zusammengestellt von Wolf Stegemann

Die Coronakrise legt den Wahlkampf um das Bürgermeister-Amt im September lahm. Das bekannte politische Schaulaufen – auch in der Dorstener Zeitung – des amtierenden und stets lächelnden Bürgermeisters Stockhoff (CDU) – auch und vor allem in der Lokalzeitung – und seiner Herausforderin Jennifer Schug (SPD) ist zumindest minimalisiert. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Corona-Pandemie, Seuchen | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

8. Mai 1945 Kriegsende: 400 Postämter beförderten über 40 Milliarden Feldpostbriefe – Sie waren „Waffen“ und sind Zeitdokumente. Briefe der Familie Schr. zwischen Dorsten und der Front

Feldpostbrief Familie Schröter aus Holsterhausen

Von Wolf Stegemann

8. Mai 2020. – Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg beendet und mit der Niederlage Deutschlands auch der Nationalsozialismus. Es war ein Krieg, in dem die Deutschen sechs Jahre lang Europa mit Krieg und kriegerischen Verbrechen überzogen hatten. Für Dorsten und andere Regionen war der Krieg bereits Wochen vorher beendet. Er brachte den Familien großes Leid. Viel davon ist in den Feldpostbriefen zu lesen, die zwischen den Familienmitgliedern an der Front und denen in der Heimat geschrieben wurden. Immer wieder finden Kinder oder Enkelkinder in Schubladen solche verstaubte und etwa 80 Jahre alten Feldpostbriefe, private Zeugnisse des Krieges. – Schon einen Tag nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, am 2. September 1939, nahm eine Institution die Arbeit auf, die laut Heeresdienstvorschrift 84 (H. Div.) im besten Amtsdeutsch so beschrieben wurde:

„Das Feldpostwesen ist ein Versorgungsgebiet der Kriegswehrmacht und dient der Postversorgung der Kriegswehrmacht im Verkehr mit der Heimat und innerhalb der Kriegswehrmacht.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Holsterhausen, Zurückgeblättert, Zweiter Weltkrieg | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was macht eigentlich … der ehemalige Petrinum-Schüler Andreas Heidtmann? Der Pianist, Philosoph, Schriftsteller, Verleger und Preisträger beschreibt in seinem neuen Roman auch seine Jugend in Schermbeck und Dorsten

Ehemaliger Petrinumschule Andreas Heidtmann 2019; Foto: Sascha Kokot

Von Wolf Stegemann

30. April 2020. – Was haben Hünxe, Schermbeck, Dorsten, Köln, Berlin und Leipzig gemeinsam? Mit den ersten drei Orten könnte man schon Zusammenhänge finden, doch mit den anderen drei Städten? Da findet man den Lektor, Lyriker, Romanschriftsteller, Herausgeber und Pianisten Andreas Heidtmann, dessen Leben 1961 in Hünxe begann und der in Leipzig von der literarischen und über Leipzig hinausreichenden Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dazwischen liegen 59 Jahre, die er in Schermbeck, Dorsten, Köln und Berlin verbrachte. Sein neuesten Projekt ist ein im Steidl Verlag herausgegebener Roman, der sich unter dem Titel „Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde“ verklausuliert mit seinem Leben befasst. Mit seinem Leben als Schüler der Grundschule in Schermbeck, das er in seinem Roman Lippfeld nennt, und als Gymnasiast des Petrinum in Dorsten. Er beschreibt ausführlich und romanhaft seine gedanklichen und tatsächlichen Auseinandersetzungen mit seinen Lehrern. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Das Porträt, Gymnasium Petrinum, Lesen, Literatur, Schermbeck, Schüler, Schulgeschichte, Was macht eigentlich ......? | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das bittere Ende der Haushaltssanierung: Durch die Corona-Krise verursachte hohe Einnahmenausfälle belasten die städtischen Finanzen. Das verheißt für die Bürger nichts Gutes

Geschlossene Läden und Gastronomie überall in der Stadt – herbe Steuerverluste; Foto: Frenzel

Von Helmut Frenzel

24. April 2020. – Mit der schrittweisen Lockerung der staatlichen Einschränkungen, die Wirtschaft und Gesellschaft zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auferlegt wurden, wird die Frage in den Vordergrund rücken, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf die Finanzlage von Städten und Gemeinden haben. Das Herunterfahren von Teilen der Wirtschaft bedeutet den Ausfall von Wirtschaftsleistung und damit von Steuereinnahmen. Wenn die Wirtschaftsleistung sinkt, fallen Umsätze aus und es sinken Einkommen und Gewinne. In der Folge sinken auch die Erträge aus Umsatzsteuer, Einkommen- und Gewerbesteuer. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen. Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer, an Umsatz- und Einkommensteuer sind die Gemeinden mit einem Prozentsatz beteiligt. Zudem fallen andere Einnahmen weg wie zum Beispiel die Eintrittsgelder für das geschlossene Freizeitbad Atlantis, während die Kosten nicht nur dort weiterlaufen oder sogar steigen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik, Städtischer Haushalt, Steuern, Verschuldung | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Kreuz, Hinrichtungsgestell in der jüdisch-römischen Zeit, an dem Jesus starb, wurde zum allgegenwärtigen Symbol der Kirche und Teil etlicher Flüche und Redewendungen

Kreuzigung – Gemälde von Fedor Bronnikov

Karfreitagsgedanken von Wolf Stegemann

8. April 2020. – Wenn man an Ostern denkt, denkt man an die hinter dem Schrank oder unterm Busch im Garten versteckten bunten Ostereier, die der Osterhase dort für Kinder versteckt hat. Zugleich ist das Ei ein buntes Symbol für das Leben. Dennoch kommen sie entweder in die Suppe oder in den Teig, und wenn sie aus Schokolade sind, als Kalorienbombe in den Magen. Zu Ostern gibt es noch das Osterfeuer, seit heidnischer Germanenzeit ein Sinnbild neu erwachten Lebens. Und zur Osterzeit mit den bunten Eiern im Nest entsteht auch immer wieder unter Kindern ein Streit, wer denn nun die Eier gelegt hat, der Hase oder das Huhn. Na ja, vielleicht auch Mama und Papa – zumindest ins Nest. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Christliches, Jüdisches, Ostern, Religiöses | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar