Aktuelles aus der Partnerstadt Hainichen: Dem Bürgermeister platzte der Kragen, weil die Staatsanwaltschaft einen Sexualtäter und abgelehnten Asylbewerber wieder freiließ

Ausriss aus der BILD-Zeitung vom 16. November 2019: Bürgermeister Greysinger

Von Wolf Stegemann

17. November 2019. – Dorstens Partnerstadt Hainichen macht derzeit Schlagzeilen. Deren Bürgermeister Dieter Greysinger lehnte sich bei übergeordneten Stellen der Politik und Justiz auf, weil die zuständige Staatsanwaltschaft einen 30-jährigen vorbestraften Marokkaner, dessen Asylantrag abgelehnt worden war, und der jetzt versuchte hatte, eine Frau zu vergewaltigen, wieder auf freien Fuß setzte. Weiterlesen

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Arbeitslosenhilfe 1982 – Eine zum Schmunzeln anregende wahre Geschichte über 13 Pfennige die Woche

Ausriss aus den Ruhr-Nachrichten (heute DZ) von 1982; Foto: Andrea Schüller

15. November 2019. – Jedes Jahr prangern der Bund der Steuerzahler und der Bundesrechnungshof in ihrem Berichten die verschwenderischen Ausgaben von Verwaltungen und Politik an, schlichtweg der Bürokratie. Das war früher so und ist heute noch so. Die damalige Dorstener Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bonner Bundesverteidigungsministerium, Agnes Hürland-Büning (1926-2009; Foto), die mit ihrer Heimatstadt Dorsten stets verbunden blieb, berichtete in einer Presseerklärung vom November 1982, dass es in der Bürokratie auch Fälle gibt, in der Verwaltungen mit Geld gut umgehen. Dabei schilderte sie augenzwinkernd einen Fall aus Dorsten. Sie schrieb: Weiterlesen

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Dorstener Schulen auf dem Weg in die Digitalisierung. Es geht nicht nur um Hardware und Internetanschluss – entscheidend ist, wie die neuen Möglichkeiten im Unterricht genutzt werden

Whiteboard in der Neuen Schule Dorsten; Foto Claudia Engel (DZ)

Von Helmut Frenzel

10. November 2019. – Alle reden davon, wie wichtig die Digitalisierung der Schule ist. Dafür stellt die Bundesregierung den Schulen in den nächsten fünf Jahren fünf Milliarden Euro zur Verfügung, Länder und Kommunen müssen ihrerseits 500 Millionen Euro beisteuern. Der überwiegende Teil dieses Geldes ist für die technische Infrastruktur vorgesehen, Kabel, Router und Schaltschränke. Die Schulen sollen überall auf schnelles Internet zugreifen können. Auch interaktive Tafeln (Whiteboards) sind förderfähig und in begrenztem Umfang digitale Endgeräte (Laptops, Tablets). Für diese sieht der Digitalpakt der Bundesregierung einen Anteil von maximal 10 Prozent vor. Die Mittel aus dem Digitalpakt sollen vorrangig für die Schaffung der technischen Voraussetzungen verwendet werden. Der darauf aufbauende Einsatz von Endgeräten ist dann Sache der Länder und Kommunen. Den Schulträgern obliegt es, Mittel aus dem Digitalpakt zu beantragen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Schulen müssen dazu Medienkonzepte vorlegen und die Frage beantworten, wie sie die gewünschte digitale Infrastruktur nutzen wollen. Weiterlesen

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Frühere patrizische Familie Rive in Dorsten: hoch angesehen, Bürgermeister, Schankwirte, Advokaten und grenzwertig blutschänderisch – Heute verstreut in ganz Europa

Von Wolf Stegemann

Das weltweite Internet-Netz hat sicher seine rechtsformalen Nachteile, aber auch seine informativen Vorteile, weil dadurch weltweit wichtige und sinnvolle Kontakte hergestellt und Informationen aufgerufen und übermittelt werden können. Dies erfahren immer wieder die Herausgeber der Dorstener Online- Dokumentationen „Dorsten-Lexikon“ und „Dorsten unterm Hakenkreuz“ wie auch des Online-Magazins „Dorsten-transparent“. Mitglieder von Familien, deren Ahnen bereits in den letzten Jahrhunderten in die USA, nach Südafrika oder nach Russland ausgewandert waren, wann und aus welchen Gründen auch immer ausgewandert waren, nehmen Kontakt mit dem Herausgeber der Dorstener Online-Dokumentationen auf, wenn sie Namen ihrer Vorfahren dort entdecken. Unlängst in den USA, in Brasilien, in Südafrika und Schweden. Auch ein direkter Nachfahre der Dorstener „Hexe“ Spikermann, die 1704 verbrannt wurde, meldete sich vor wenigen Wochen. Dieser Tage kam eine Anfrage von einem Deutschstämmigen aus Kasachstan in Russland. Der 44-jährige Sergey Rive (Bild oben) wurde dort geboren und arbeitet derzeit seine Familiengeschichte auf. Rive ist ja kein russischer Name und wer sich in der Dorstener Geschichte auskennt, für den ist der Name nicht unbekannt. Die Rives waren einst eine hoch angesehene patrizische Familie in Dorsten, stellten Bürgermeister, Ärzte, Juristen und Postmeister. Einer von ihnen zog mit Napoleon 1812 nach Russland, gilt seit der Schlacht an der Beresina 1812 als vermisst. Doch sein Name tauchte nach 1812 in einem Stargarder Lazarett auf und nach dessen Entlassung 1818 auch im nahen Danzig. Zwei Rive-Namen sind 1820 in Danzig verzeichnet: ein ehemaliger Soldat Carl Ignaz Rive und dessen Sohn Bernhard Rive. Der Vater ist namens- und berufsidentisch mit dem Dorstener und dessen Sohn hat den Vornamen seines Dorstener Großvaters. Weitere Informationen sind hier leider nicht bekannt.  Jetzt traf die Anfrage aus Kasachstan über Danziger Rives ein. Sergey Rive schrieb: Weiterlesen

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„Ein feste Burg ist unser Gott!“ – Reformationstag erinnert an Martin Luther. In Dorsten wurde der Aufenthalt evangelischer Christen 300 Jahre lang verboten

Martin Luther-Denkmal in Worms – für ihn galt das Wort Gottes und nicht das des Papstes

Von Wolf Stegemann

Am 31. Oktober jährt sich der Reformationstag. Für die evangelische Kirche ein besonderer Tag, in manchen Bundesländern sogar ein gesetzlicher Feiertag. Seit der deutschen Wiedervereinigung in Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein. In Baden-Württemberg ist lediglich schulfrei, in Niedersachsen dürfen Schüler, die in den Gottesdienst gegen wollen, für diese Zeit dem Unterricht fernbleiben. In Bundesländern mit einem größeren evangelischen Bevölkerungsanteil hat der Tag oft eine besondere gesetzliche Stellung, die mit der der „Stillen Tage“ vergleichbar ist. Nur: Halloween-Fans feiern nach amerikanischem Vorbild an diesem Tag seit etlichen Jahren zunehmend kostümiert das gruselige Fest. Die evangelische Kirche erinnert mit diesem Tag an das Anschlagen der Thesen des (noch) katholischen Mönchs Martin Luther an das Tor der Wittenberger Kirche. Ob das tatsächlich so war, oder nur ähnlich, darüber streiten sich die Gelehrten. Letztlich mag es ohne Belang sein, denn der 31. Oktober ist der festgelegte Tag der Erinnerung an Luthers mutige Tat des Protestes gegen unhaltbare Zustände und den Pomp in der katholischen Kirche des 16. Jahrhunderts sowie gegen das Fehlen einer bereits lange geforderten Reform der Kirche. Dies ist Anlass, diesen Tag mit einem Rückblick auf die Dorstener Verhältnisse der Reformation zu werfen, wie in einer absolut katholischen Stadt und einem solchem Umfeld die Lutheraner trotz Verfolgung und Verboten Fuß fassten. Von einem einzigen Menschen, der Anfang des 16. Jahrhunderts unter dem Verdacht stand, Lutheraner zu sein, zieht sich dieser Weg bis zu rund 20.000 Protestanten in der Stadt von heute. Das Foto zeit den Ausschnitte eines Gemäldes von Lucas Cranach d. Ä., 1529. Weiterlesen

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Historische Charakterisierung der Dorstener Land- und Stadtbevölkerung: Zu früh entwickelter Geschlechtstrieb. wenig ausgebildeter Verstand… – Blick in frühere Veröffentlichungen

Von Wolf Stegemann

Auf die Frage, warum Dorstener so sind wie sie sind, antwortete mir ein gebürtiger Dorstener, dessen Familie bereits seit Ururgroßvaters Zeiten hier ansässig ist: „Sie sind so, weil sie eigentlich noch in ihren Festungsmauern leben, weil die nicht mehr vorhandenen Zugbrücken immer noch einschränken, weil die Lippe immer noch trennt, die Stadtteile immer noch Dörfer sind und die Kirche immer noch in der Mitte steht.“ Das Durchblättern historischer Schriften brachte dann zum Thema folgende Charakterisierungen zutage, über die man heute getrost schmunzeln darf: Weiterlesen

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In eigener Sache: „Dorsten-transparent“ mit bislang über eine dreiviertel Million Artikel-Aufrufe. Zahlen und Fakten – auch über „Dorsten-Lexikon“ und „Dorsten unterm Hakenkreuz“

Von Wolf Stegemann

7. Oktober 2019. – Immer wieder werden die Herausgeber Dr. Helmut Frenzel und Wolf Stegemann gefragt, wie denn dieser oder jener Artikel gelesen wurde. Wir geben dann dem individuellen Anfrager Auskunft. Denn wir können anhand unserer sehr detaillierten Aufzeichnungen neben den echten Besucher- und tatsächlichen Aufrufzahlen auch feststellen, aus welchem Land wie viele Besucher Artikel in Dorsten-transparent anklicken. Und immer wieder sind wir erstaunt, dass unsere Artikel aus dem kleinen Dorsten überall gelesen werden und von wo überallher wir Kommentare bekommen. Zwar ist „Dorsten-transparent“ seit 2012 im Netz, doch beziehen sich die Zahlen insgesamt lediglich auf die letzten rund zweieinhalb Jahre, genau 31 Monate. Dies hat zu tun mit einem Update der Software des Providers word press, die seither eine detallierte Aufgliederung der Besucherzahlen nach verschiedenen Kriterien ermöglicht. Das ehrenamtlich und ohne Unterstützung von wem auch immer sowie unter Verzicht auf Werbung herausgegebene Online-Magazin zeigt seinen Lesern auch in eigener Sache Transparenz. Daher hier einige Fakten zur bisherigen redaktionellen Arbeit und Zahlen, die zeigen, wie dieses Magazin von den Lesern angenommen wird. Das Layout und die Handhabung aller Seiten entwarf Jörn Fester. Weiterlesen

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