
Über den Beifall freuten sich Franz-Josef Strauß (†), Agnes Hürland-Bünung (†) und Bürgermeister Hans Lampen (†); Fotos: Krüger (†)
Von Wolf Stegemann
Wir befinden uns derzeit in der heißen Endphase des Landtagswahlkampfes NRW 2012. Im März 1980, vor über 30 Jahren, hat es auch einen Landtagswahlkampf gegeben, in dem in Dorsten Franz-Josef Strauß sprach. Die Umstände und der Verlauf seines Besuches waren aus heutiger Sicht höchst ungewöhnlich. Hier die Schilderung:
Als der Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strauß den Landtagswahlkampf des CDU-Kreisverbandes Recklinghausen im März 1980 in Dorsten eröffnete, strömten Tausende in den Bereich Maria Lindenhof, um den stark umstrittenen CDU-Kanzlerkandidaten zu sehen und zu hören. Zu sehen war er mit der CDU-Führungsriege kaum, denn über 1.000 Polizisten, Polizeiabsperrungen mit Gittern und Stacheldraht sowie die Platzierung auf dem Dach der VHS verhinderten den Blick auf den Politiker, der von der Ferne kaum zu erkennen war. Martialisch aussehende Polizeitrupps mit Helmen und Schilden sowie von Polizisten geführte Schäferhunde flößten den Wartenden Respekt ein. Auf dem Kanal fuhren Polizeiboote. Starke Lautsprecher drangen an jedermanns Ohr, wenn nicht der Polizei-Hubschrauber, der über allem kreiste, das, was Strauß zu sagen hatte, übertönte. Die angeforderten Wasserwerfer mussten nicht tätig werden, denn die von dem auf dem Dach stehenden bayerischen Politiker weit abgedrängten Zuschauer auf der Wiese, darunter natürlich auch Protestierer und Transparententräger, blieben friedlich. Es gab keine Zwischenfälle. Strauß-Fans waren in der Mehrheit. Weiterlesen






