Heidi Göbel erhält Dialogpreis des Bistums Münster für 2011

Heidi Göbel; Foto: Maria Nienhaus

Zum elften Mal verleihen „Kirche+Leben“ und das Bistum Münster den „Dialogpreis für gute Taten“. Ausgezeichnet werden vier Preisträger für vorbildliches ehrenamtliches Engagement – stellvertretend für viele weitere engagierte Christen. Die Preisverleihung findet beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees der Katholiken an diesem Samstag (14. Januar 2012) in Münster statt.

Die Dialog-Skulptur der Redaktion und je 500 Euro vom Bistum für weitere gute Taten erhalten neben Projekten bzw. Ausgezeichneten aus Lohne, Mesum und Hane auch die Dorstenerin Heidi Göbel, die pflegenden Angehörigen zeitweise Entlastung bietet. Weiterlesen

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Zurückgeblättert – Die Umstellung von Ost- auf Westmark in Dorstens Partnerstadt Hainichen am 1. Juli 1990

Über 1 Million DM gingen am 1. Juli 1990 über die Sparkassenschalter in Hainichen; rechts im Hintergrund die damalige Leiterin Renate Röger.

Von Wolf Stegemann

Die D-Mark bringt’s. Wo früher auf dem HO-Hotel „Goldener Löwe” am Marktplatz in Hainichen die DDR-Flagge oder in der Nachwende-Zeit die schwarz-rot-­goldene Deutschlandfahne wehte, wehte am Tage der Währungsunion die gelbe Fah­ne einer westdeutschen Braue­rei. Für deren Bier musste man schon etwas mehr an harter deutscher Mark hinlegen, als in Westdeutschland. Und über­haupt: So mancher Preis, der für Dienstleistungen oder Wa­ren aus dem Westen oder für einen Service nach vermeintlich westlichem Muster zu zahlen war, schien überzogen. „Das, wird sich aber spätestens in wenigen Monaten eingependelt haben, wenn Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen und nicht unwissende Willkür“, war in Dorstens Partnerstadt Hainichen zu hören. Neben überteuerten Westprodukten gab es aber auch äußerst günstige Angebo­te: Zwei Kilo Erdbeeren für drei DM. Weiterlesen

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Bar Refaeli – Militär boykottiert sexy Topmodel aus Dorstens israelischer Partnerstadt Hod Hasharon

Von Wolf Stegemann. – Das häufig leicht bekleidete israelische Top-Model Bar Refaeli aus Dorstens Partnerstadt Hod Hasharon wirbt für alles und jeden. Sie sieht gut aus. Wer durch Israel fährt oder spaziert, kommt an Bar Refaeli kaum vorbei. Das 1985 in dem Moshav Olesh geborene Fotomodell wirbt für vieles, offenbar besonders gern für Unterwäsche, und die Israelis nehmen regen Anteil am Leben dieses Mädchen aus Hod Hasharon. Frommen Juden geht das allerdings zu weit. Vor allem, seit orthodoxe Juden in den letzten zehn Jahren immer mehr Einfluss auf die israelische Innenpolitik und Gesellschaft nehmen. Auch in Dorstens Partnerstadt Hod Hasharon.
Vom engen Hod Hasharon aus hat Bar Refaeli den Weg in die Welt geschafft. Sie wuchs auf der Pferderanch ihrer Eltern in Hod Hasharon auf. Bereits im Alter von acht Monaten stand sie für erste Werbe- und Fotoaufnahmen zur Verfügung. Da sie als 12-Jährige eine Zahnspange tragen musste, ruhte ihre Tätigkeit als Model für drei Jahre. Refaeli war fünf Jahre lang mit dem amerikanischen Schauspieler Leonardo DiCaprio liiert. Weiterlesen

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Ehedrama im Gefangenenlager der Zeche Baldur 1916/17: Kostgänger war der Liebhaber – Im Polizeiprotokoll „Wenn ich meine Frau zur Rede stellte, wurde ich von ihr verprügelt!“

Von Wolf Stegemann

Einige Vorbemerkungen zu den auf den ersten Blick verworren anmutenden Ereignissen des geschilderten Falles sind notwendig, um die ineinander greifenden Geschehnisse besser zu verstehen. Zugegeben, die Geschichte ist lang geworden, aber oft machen Detail einer Geschichte diese erst zur Geschichte. So ist es hier. Grundlage der Ausführungen ist eine Gerichts- und Polizeiakte mit Ermittlungsberichten aus den Kriegsjahren 1916/17 mitten im kriegsfriedlichen Holsterhausen. Sie ist nicht vollständig. Daher führen die einzelnen Abläufe dieser Story im Spannungsfeld zwischen dem „kleinen Mann“ und den Behörden, zwischen Crime, Sex und biederer Kleinbürgerlichkeit, zwischen Wut und Unbeholfenheit, Raffinesse und Naivität zu keinem Ende, zumindest in den Akten. Das nimmt der Geschichte aber keinesfalls den Reiz und die Spannung. Lässt man sich auf sie ein, halten uns die Protagonisten mit ihren menschlichen Schwächen einen Spiegel vor: Diese Geschichte hätte überall stattfinden können – und zu allen Zeiten.

Im Mittelpunkt der Ereignisse steht das Ehepaar Ferdinand und Anna B. in Holsterhausen und Heinrich P., der Liebhaber und Kostgänger der Ehefrau. In dieser Dreiecksgeschichte wird eine Ehe zwischen Bosheit und Verletzlichkeit, Schwächen und Gelüsten zerrieben. Kulisse dieser Tragödie, über deren Verläufe man aus heutiger Sicht und mit Abstand durchaus schmunzeln darf, bietet die Kantine des Gefangenenlagers der Zeche Baldur in Holsterhausen an der Kampstraße. Nebenrollen haben der Amtmann von Wulfen, Christoph Kuckelmann, seine Polizeibeamten, die sechs Dienstmädchen der besagten Ehefrau, die 140 gefangenen Russen, die Wachmannschaft sowie die privaten Kostgänger, welche die Ehefrau zu verpflegen hatte. Statisten sind 13 Wachsoldaten des Landsturms mit der Aufgabe, die Gefangenen zu bewachen, und die neun Kostgänger, mit Ausnahme des einen, der, wenn nicht die Hauptrolle, so doch eine tragende Rolle spielt.

Die Handlung: Der Ehemann der Kantinenwirtin, die zweifellos eine resolute, anpackende Frau ist, die ihren Mann auch verprügelt und aus dem Haus wirft, zeigt bei der zuständigen Polizeibehörde in Wulfen an, dass eben diese seine Ehefrau ein Verhältnis mit einem ihrer Kostgänger, dem Bergmann P. habe, und man möge diesen, damit er von der Bildfläche verschwinde, und die Ehe sich wieder zum Guten wende, zum Militär einziehen. Und so kommt eines zum andern. Obwohl nach fast 90 Jahren die Namen der Beteiligten genannt werden dürften, habe ich sie bei den Hauptpersonen durch Abkürzung unkenntlich gemacht, um die nachfolgenden Familienangehörigen, die unter diesen Namen in Holsterhausen bekannt sind, zu schützen. Weiterlesen

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Währungsreform 1948 – Schlangestehen für 40 Deutsche Mark

Neues Geld: der erste 50 DM-Schein 1948

Von Wolf Stegemann

Acht deutsche hochqualifizierte Experten, die dem Währungsausschuss des Wirtschafts­rates angehörten, feilten 1948 zusammen mit Vertretern der Militärregierungen der USA, von England und Frankreich 49 Tage lang am Programm der Abschaffung der Reichsmark und dem der Einführung der Deutschen Mark. In einer Kasernenanlage nahe Kassel abgeschirmt, legten sie in strikter Geheim­haltung den 21. Juni 1948 als Stichtag für das neue Geld fest. Mit einer Währungsreform rechnete die Bevölkerung schon seit 1946. Immer wieder tauchen in den Ratsprotokol­len der Stadt Dorsten und des Amtes Hervest-Dorsten von 1947 Hin­weise auf eine bevorstehende Reform des Geldes auf. Dieser »Tag X« spukte in den Köpfen von Kaufleuten, Politikern und Kon­sumenten. Weiterlesen

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Trotzige Fehlentscheidung der Ratspolitiker kostete über eine Million – Chronologie eines rechtswidrigen Beschlusses

Kies- und Sandgruben am Freudenberg

Kies- und Sandgruben am Freudenberg

Von Wolf Stegemann

Dass die Stadt Dorsten, ob Verwaltung oder Rat, manchmal Beschlüsse fasst, die gegen geltende Gesetze verstoßen und somit die Gerichte beschäftigen, was meist mit hoher finanzieller Schadenswiedergutmachung verbunden ist, zeigen etliche Beispiele: Versagte Umwidmung Röper in Altendorf-Ulfkotte 1982, falsche Mietgenehmigungsbescheide  für Medico-Fonds in Wulfen-Barkenberg 1988, die kürzlich unrechtmäßig und wider aller Gesetze und Menschlichkeit erfolgte Abschiebung einer angolanischen Mutter ohne ihr Kind, was das Verwaltungsgericht 2011 als „eklatant rechtswidrig“ und als Verstoß gegen das Grundgesetz beurteilte. Ein Fall, in dem der Rat trotz besserem Wissen und Warnungen in den 1980er Jahren falsch entschieden hatte, gehörte die rechtswidrige Versagung eines Ausgrabungsantrags der Firma Bölling im Freudenberg-Bereich. Weiterlesen

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Seifenkistenrennen in Dorsten: Thomas Funke Sieger – Ellinor Quinders flog der Hut vom Kopf

Prominenten-Vorrennen mit Bürgermeister Hans Lampen (re.) und Stadtdirektor Heinrich Quinders 1968 auf der Clemens-August-Straße; alle Fotos: Norbert Holz

Von Wolf Stegemann

In Dorsten veranstalteten 1968 die Pfadfinder in Zusammenarbeit mit Opel-Lüning das erste und einzige Seifenkistenrennen, das in der Stadt große Aufmerksamkeit erregte. Seifenkisten waren aus Holz, Sperrholz oder ähnlichen Materialien selbstgebaute Kleinfahrzeuge. Gelenkt wurde durch Lenkseile. Die Kisten verfügten über keine eigene Antriebsvorrichtung, sondern wurden auf abschüssigen Strecken durch die Hangabtriebskraft bewegt. Weiterlesen

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