Die Kuh – angeblich blöd, doch echt rülpsend, wiederkäuend und glubschäugig – gibt aber viel her: Milch, Seife, Gelatine, Braten sowie Lehrmaterial zur Bewertung von Unternehmen und Politik

Is was?

„Und siehe, aus dem Strome stiegen sieben Kühe herauf,
fett an Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Riedgrase.
Und siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen herauf,
dürr und sehr hässlich von Gestalt und mager an Fleisch;
ich habe wie diese an Hässlichkeit keine gesehen im ganzen Lande Ägypten.
Und die mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten fetten Kühe…“
(1. Buch Mose, Kapitel 41)

Von Wolf Stegeman

29. Januar 2016. – Wer durch das grüne Stadtgebiet von Dorsten fährt oder es durchwandert, den glotzen nicht nur die Bauern an, was man da wohl will, sondern auch die Kühe auf den eingedrahteten Wiesen. Tritt man näher, dann bewegen sie sich. Das tun sie auch zu bestimmten Urzeiten. Dann galoppieren sie im plumpen Schweinsgalopp auf einen zu in der Hoffnung, jetzt ist der Bauer da und holt sie ab. Neugierig sind Kühe auch. Der Volksmund meint, sie seien dumm, weil sie so glotzen, wie sie glotzen. Aber sie sind halt nur stoisch und bis sie sich bewegen, dauert das dann halt länger als bei anderen. Schnecken ausgenommen. Das sind noch die glücklichen Kühe, andere kommen nie aus ihren Ställen.

Dieser Kuhhandel geht auf keine Kuhhaut, sonst fliegt die Kuh

Kuh-Gesicht

In der Bibel spielten Kühe eine wichtige Rolle. An vielen Stellen kommen auch Ochsen vor. Einer von ihnen war sogar Geburtszeuge in Bethlehem. Ochsen und Kühe sind schon immer hoch geschätzte Tiere für den Menschen gewesen, die bei der mühseligen Arbeit wie dem Pflügen, Dreschen und Ziehen von schweren Lasten halfen oder die kostbare Milch lieferten, aber auch Fleisch und Felle. Über Kühe im Abendland schreibt die Bibel nichts. Die ältesten Nachweise über die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder reichen bis in das 8. Jahrhundert v. Chr. zurück. Der Ursprung der Wildrinder liegt in Asien und Afrika, wo auch heute noch die meisten wildlebenden Tiere existieren. Viele Rinder zu besitzen bedeutete Reichtum und Wohlstand. Man konnte sich viele Dinge, zum Beispiel ein Stück Land, für ein Rind kaufen, vielleicht auch eine Bäuerin, wenn der Bauer eine suchte. Mit dem Begriff  „Kuhhandel“ bezeichnet man heute übrigens meist ein unehrliches Tauschgeschäft, denn auch schon damals ging nicht alles mit rechten Dingen zu. Und die Redewendung, das geht auf keine Kuhhaut, kennt auch ein jeder, wenn auch nicht die Bedeutung – vielleicht. Es heißt soviel wie Überschreitung des Zumutbaren oder  etwas Unbeschreibliches. Doch das ist nicht alles. Verbrecher wurden früher auf einer Kuhhaut zur Richtstätte geschleift und Ehebrecherinnen in eine Kuhhaut eingenäht und im nächsten Fluss ertränkt. Auch der Teufel hat etwas mit der Kuhhaut zu tun. Denn er schreibt darauf die Sünden der Menschen, um sie den Gestorbenen dann zu präsentieren. Wessen Sündenregister nicht auf eine Kuhhaut passte, müsste schon ein großer Sünder sein. Und in der heidnischen Antike durften nur die den Göttern opfern, die auf einer weitgespannten Stierhaut saßen. Wer da keinen Platz fand, durfte nur zusehen.

„Limousin“ mit feinem Körperbau und großer Fleischfülle

Wo bin ich? 2007 Lippe-Hochwasser bei Holsterhausen; Foto: Gebauer

Zurück zum Praktischen: Es gibt bis heute etwa 500 Rinderrassen weltweit. Davon haben die meisten jedoch nur eine lokale bzw. regionale Bedeutung oder es sind nahe verwandte Rassen in benachbarten Regionen mit unterschiedlichen Namen. Bei der Einteilung der Rassen spielte bzw. spielt die geographische Herkunft und Hautfarbe der Tiere eine wesentliche Rolle.
Auf Westfalens Wiesen und in Ställen gibt es mehrere Rassen: die am häufigsten vorkommenden gefleckten  „Schwarzbunten“ (46 % aller Rassen in Deutschland), die großwüchsigen „Rotbunten“ (10 %), das einfarbig braune Milchvieh „Angler“ (5 %) sowie die Fleischlieferanten „Limousin“ mit feinem Körperbau und großer Fleischfülle und der „Weiß-Blaue Belgier“, ein stark bemuskeltes Fleischrind mit blau-weißem Fell, sowie das weiße „Charolais“-Fleischrind (5 %).

Wagyu-Fleisch: Das teuerste Steak der Welt

Das teuerste Rindfleisch: Fleischstücke wie Goldbarren

Seit nicht allzu langer Zeit gibt es in Deutschland 600 Wagyu-Rinder, die bis zu ihrer Schlachtung ein Luxusleben führen. Weit weg in Japan ist diese Rasse als Kobe-Rinder bekannt. Von den 28 in Deutschland tätigen Wagyu-Züchtern gibt es auch etliche in Westfalen. Ein Münsterländer Züchter gab der Zeitung „DIE WELT“ Auskunft über den Luxus seiner Rinder: Sie werden mit Elektrobürsten massiert, mit exklusiver Kost gefüttert, ihre Wassertränken auf ausgesuchten Wiesen sind leicht beheizt. Nachts im Stall werden sie mit dem sanften Rock von „Simon & Garfunkel“ der 60er-Jahren beschallt. Und wenn sie ihr Leben gerade in vollen Zügen genießen, werden sie geschlachtet und bringen dem Züchter pro Kilogramm zwischen 250 und 600 Euro ein. Das sind Fleischstücke wie Goldbarren, heißt es. Doch so gut wie es die Kühe in Indien haben, habe es die Wagyu-Rinder nicht. Denn das  Schlachthaus wartet!
Seit einigen Jahren gibt es in Dorsten auch schwarz-graue gezüchtete „Dahomey“-Zwerg-Kühe, die 80-90 Zentimeter groß werden und von denen es in Deutschland derzeit nur knapp über 300 Stück gibt. – Ein Hobby!

Durch Kreuzungen bessere Fleisch- bzw. Milchergebnisse

Bussi, Bussi - Kuh und Kalb

Zurück zur normalen Kuh. Die „Schwarzbunte“ gehört zu den Zweinutzungsrassen. Sie dient sowohl der Milch- als auch der Fleischerzeugung. Des Weiteren gibt es spezielle Milch-, Fleisch-, Arbeits- und Attraktivitätsrassen. In Mitteleuropa kommen jedoch Rassen, die vorwiegend zur Arbeit herangezogen wurden, heutzutage nicht mehr vor, denn durch die zunehmende Technisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden diese umgezüchtet oder starben aus. Anders war es jedoch im Mittelalter: dort diente die Rinderhaltung nur der Bereitstellung von Zugkraft und Dung für die Felderwirtschaft. Die männlichen Rinder (Bullen) wurden zum „Mistvieh“ gezählt, deren Haltung man als zur Deckung der Kühe notwendiges Übel ansah.
Ab 1900 wurden dann die verschiedensten Rassen miteinander gekreuzt, so dass diese entweder eine höhere Fleisch- oder Milchleistung besaßen. Eine heutige Milchkuh gibt etwa das 2,8-fache an Milch wie eine Kuh zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nun kann man sich ausrechnen, wie viel Milch damals eine Kuh gegeben hat, wenn heutige Spitzenkühe der Rasse Schwarzbunte Holsteins bis zu 19.700 kg Milch pro Jahr geben. Beim Braunvieh liegt die durchschnittliche Milchleistung bei 6.860 kg, bei den Pinzgauern bei 5.438 kg und beim Grauvieh bei 4.815 kg.

Verwertung für Taschen und Seife bis zum letzten Knochen

Nickerchen

Aus der Kuhmilch werden unter anderem Milchfrischprodukte (Sahneprodukte, Sauermilchprodukte, Frischkäse sowie Dessert- und Eisprodukte), Butter und Käse hergestellt. Aus der Rinderhaut, dem Leder, macht man Dinge wie Taschen, Schuhe, Kleidung oder Möbelbezüge. Aus dem Horn können Kämme oder Dünger (Hornspäne) gefertigt werden, das Fett dient der Seifenherstellung, aus den Knochen wird Gelatine gemacht und so weiter und so fort. Es gibt heutzutage kaum etwas von dem Rind was nicht genutzt bzw. verwertet wird. Kühe nehmen sechs bis 14 „Mahlzeiten“ und 60 bis 120 Liter zu sich, welches zum Teil über die Nahrung aufgenommen wird. Drei- bis zehnmal am Tag bedient sich die Kuh an der Tränke, wobei sie enorm viel schlucken kann, da sie durchschnittlich zehn Liter Wasser in einer halben Minute aufnimmt. Für ein Kilogramm Rinderbraten, den uns die Kuh nach ihrem Ableben überlässt, wurden bereits bis zu 10.000 Liter Wasser benötigt! Das berichtet der „SPIEGEL“. Eingerechnet sind die Wassermengen für die Bewässerung der Felder, die Tränkung des Viehs und auch der Wasserverbrauch bei Verarbeitung und Transport. Die Angaben über die Wassermenge schwanken je Studie sehr stark.

Über den Kuhfladen und die glücklichen Mistkäfer

Was es alles gibt! Schild in Faßberg/Niedersachsen; Foto: Oxfordian Kissuth

Jede Kuh produziert am Tag acht bis zehn grün-braune Kuhfladen mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern. Diese Kuhfladen geben zahlreichen Insekten Lebensraum, die dafür sorgen, dass der Fladen irgendwann von der Wiese wieder verschwindet. So gräbt zum Beispiel der Mistkäfer unter dem Fladen ein bis zu 50 Zentimeter tiefes Röhrensystem. In kleinen Höhlen legt er dort einen Vorrat an Mistkugeln an. Dazwischen platziert das Weibchen ihre Eier. Die geschlüpften Larven ernähren sich dann von den Proviant-Bällchen. Die ersten Fliegen schwirren bereits nach 15 Sekunden über dem Haufen; nach einer Minute herrscht schon reger Betrieb. Leisten die Käfer, Fliegen und ihre Larven gute Arbeit, ist ein Fladen nach etwa einem bis drei Monaten verschwunden. Übrigens enthält ein Kuhfladen so viel Biogas, dass man daraus 0,1 Kilowattstunden Strom erzeugen kann. Leisten Fliegen und Mistkäfer sowie deren Familienangehörigen gute Arbeit, ist der Kuhfladen nach etwa einem bis drei Monaten aufgegessen.

Kuh-Rülpser sind übel riechende Luftverpester mit Treibhauseffekt

Pupsende Schönheiten von hinten

Am 27. Januar 2014 meldete die Deutsche Presseagentur (dpa): „90 pupsende Kühe haben für einen Feuerwehr-Einsatz in Rasdorf gesorgt: Bei einer Gasverpuffung wäre fast ihr Stall explodiert. Das Dach wurde beschädigt, eine Kuh erlitt leichte Verbrennungen.“
Richtig gelesen, nicht nur Menschen sondern auch Säugetiere, wie Rinder und Schafe, rülpsen und haben Blähungen. Jedoch ist der Hauptbestandteil ihres aufgestoßenen Gasgemisches Methan, das ein Nebenprodukt der tierischen Verdauung ist. Eine durchschnittliche Kuh gibt täglich etwa zwischen 542 Liter (in einem Stall) und 600 Liter (auf freiem Feld) dieses Nebenprodukts an die Umwelt ab. Wie gesagt, dies geschieht bei Rindern hauptsächlich durch unfeines Pupsen und Rülpsen. Damit sind die Zuchtrinder einer der Hauptverursacher des Treibhauseffektes. Einige australische Wissenschaftler versuchen in Perth einen anti-methanogenen Impfstoff zu entwickeln, um den Methanausstoß von Rindern zu minimieren.

Die Kuh ist auch immer gut für bürgerkundliche Erklärungen

Wie manche ihre Finger benutzen, um irgendwas auszurechnen, so kann man Kühe dazu verwenden, die Politik verständlich zu erklären (gefunden im Internet):

SOZIALISMUS: Du besitzt zwei Kühe. Dein Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt dir eine ab und gibt diese deinem Nachbarn. Du wirst gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um deinem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.
SOZIALISMUS II: Du hast zwei Kühe, die von ehemaligen Hühnerfarmern betreut werden. Dafür musst du auf die Hühner aufpassen, die den Hühnerfarmern weggenommen wurden. Die Regierung gibt dir soviel Milch und Eier, wie dir laut den Regeln zusteht.
KAPITALISMUS: Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst eine, kaufst für das Geld einen Stier und beginnst eine Zucht.
LIBERALISMUS: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und schenkt dir die Milch.
BÜROKRATISMUS: Du hast zwei Kühe. Die Regierung verabschiedet und veröffentlicht Hygienevorschriften und legt dir nahe, eine der Kühe zu schlachten. Anschließend musst du schriftlich nachweisen, wie viel Milchertrag dir die andere Kuh gebracht hat. Die Milch wird dir abgekauft und in den Gully geschüttet. Danach wirst du aufgefordert, auf einem Formular mit drei Kopien zu erklären, was aus der fehlenden Kuh geworden ist.
DEMOKRATIE: Du besitzt zwei Kühe und lässt diese darüber abstimmen, ob eine verkauft wird.
ANARCHIE: Du besitzt zwei Kühe. Du sprengst die Molkerei in die Luft und machst deinen Käse alleine.
NIHILISMUS: Du besitzt keine Kuh.
TERRORISMUS: Du besitzt keine Kuh und bringst die von Deinem Nachbarn auch noch gleich mit um.
ALTERNATIVE: Du besitzt zwei Schafe und strickst dir einen Pulli.
FEMINISMUS: Du hast zwei Kühe. Die Regierung belegt dich mit einem Bußgeld wegen Diskriminierung. Du tauschst eine der Kühe gegen einen Stier ein, den du auch melkst.
ÖKOLOGIE: Du hast zwei Kühe. Du behältst die Milch und die Regierung kauft dir den Dung ab.
FEUDALISMUS: Du hast zwei Kühe. Der adlige Grundbesitzer beansprucht die Hälfte deiner Milch und schläft mit deiner hübschesten Tochter.
DIKTATUR: Du hast zwei Kühe. Ein Kommando der Milizen enteignet deine Kühe. Und um dich einzuschüchtern wirst du standrechtlich erschossen.
PERESTROIKA: Du hast zwei Kühe. Du musst die Kühe versorgen, aber die Mafia nimmt die ganze Milch. Du stiehlst möglichst viel davon wieder und verkaufst sie auf dem „freien“ Markt.
FASCHISMUS: Du hast zwei Kühe. Die Regierung enteignet deine Kühe und verkauft dir die Milch.

Mit Kühen ist auch das Gebaren von nationalen Unternehmen erklären:

AMERIKANISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der sie erklären, sie hätten ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.
FRANZÖSISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.
JAPANISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe gezüchtet und geben das Zwanzigfache der Milch.
DEUTSCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere „redesigned“, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.
ÖSTERREICHISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Jede Kuh hat einen Titel, es werden Ausschüsse, Unterausschüsse und Gremien gebildet und Gutachten eingeholt. Das Ergebnis ist provisorisch, bleibt aber für immer. Die Milch wird sozialpartnerschaftlich verteilt. Jeder Bulle hat ein Privileg.
ITALIENISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe, aber sie wissen nicht, wo sie sind. Während sie sie suchen, sehen sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist schön.
RUSSISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Sie zählen jedoch fünf. Sie trinken noch mehr Wodka. Sie zählen erneut und kommen nunmehr auf 42 Kühe. Hoch erfreut zählen sie gleich noch mal und jetzt sind es nur noch zwölf Kühe. Enttäuscht lassen sie das Zählen sein und öffnen die nächste Flasche Wodka. Die Russen-Mafia kommt vorbei und nimmt ihnen die Kühe – wie viele es auch immer sein mögen – ab.
SCHWEIZER UNTERNEHMEN: Sie verfügen über 5.000 Kühe, von denen ihnen aber keine einzige gehört. Sie betreuen die Tiere nur für andere. Wenn die Kühe Milch geben, erzählen Sie es niemandem.
BRITISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Beide sind wahnsinnig.
MALAIISCHES UNTERNEHMEN: Sie besitzen zwei Kühe. Sie bekommen eine Strafe, weil sie sie ohne Lizenz in einem Appartement gehalten haben.
FAIR TRADE UNTERNEHMEN: Ihre Kühe genießen die Freilandhaltung, bekommen auf ihrem biologischen Bauernhof nur bestes Futter, sind kerngesund, hören klassische Musik in angenehmer Lautstärke und geben über viele Jahre mehr als 10 Prozent so viel Milch, wie Kühe in der konventionellen Landwirtschaft. Sie bekommen für ihre Milch einen um mehr als 10 höheren Milchpreis. Das Leben ist schön.

Geschmortes Rind auf Cola-Zwiebel-Chilli-Sauce gefällig?

Wer nach dieser Lektüre zwischen Altendorf-Ulfkotte und Hervest, Holsterhausen und Deuten, Lembeck und Wulfen, Kirchhellen und der Hardt – oder auch in der Altstadt – Kühe sieht, mag sie jetzt mit anderen Augen ansehen. Vielleicht als geschmortes Rind auf Cola-Zwiebel-Chilli-Sauce? Wer googelt, findet eine Chefkoch-Seite mit 19.815 „beliebten Rezepten mit Rindfleisch“. Der Bestand reicht: 2009 gab es im ganzen Kreis Recklinghausen 29.146 Rinder, davon in Dorsten 3.566 Milchkühe.

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2 Kommentare zu Die Kuh – angeblich blöd, doch echt rülpsend, wiederkäuend und glubschäugig – gibt aber viel her: Milch, Seife, Gelatine, Braten sowie Lehrmaterial zur Bewertung von Unternehmen und Politik

  1. Poahlbürger sagt:

    Vielleicht vergessen, aber in Rhade gibt es auch viele schöne Kühe. Sie geben Milch und Butter, wir geben ihr das Futter – und betrachten sie nicht als“geschmortes Rind auf Cola-Zwiebel-Chilli-Sauce“; im Gegenteil, so etwas empfindet der in der Milchwirtschaft Tätige als Geschmacklosigkeit. Diese unsere Kühe sind gutmütige, manchmal übermütige Lebewesen, die uns ans Herz wachsen. Die Tiere geben nur, zuerst die Milch, dann die Kälber und nachher ihr Fleisch – verdient das nicht Respekt?
    Man sollte schon mal einen Stall von innen gesehen und mit einer Kuh auf Tuchfühlung gegangen sein …

  2. Ida N sagt:

    Ich liebe diese Seite, bereits von Anfang an. Nun, nach diesem feinsinnigen interessanten informativen tiefgreifenden und dabei humorvollen Artikel, den ich dringend weiterempfehle, liebe und verehre ich sie. Danke, liebe Dorsten-transparent-Schreiber, für diese wunderbare Seite. Ich wünsche ihr und Ihnen eine gute Zukunft.

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