Aus dem Alltag: Der Cursor – Druck und Stress im Kopf und das sprichwörtliche Brett davor

Von Jens Leineweber

Wer kennt dieses Gefühl nicht? Ein Artikel, eine Hausarbeit oder einfach nur ein Schulaufsatz, der geschrieben werden muss. Soweit so gut. Setzen wir uns also hin und öffnen ein neues Word-Dokument. Auch das geht noch gut – war ja auch nicht wirklich schwer oder? Sobald das Dokument aber geöffnet ist, kommt da so ein kleiner schwarzer Strich auf dem weißen Hintergrund, der einen immer so auffordernd anblinkt, als wenn er sagen wollte: „Na los, du hast mich gerufen. Jetzt gib mir auch was zu tun!“ Und er blinkt weiter. Immer weiter. Und sobald ich eine Taste auf meiner Tastatur runter drücke, hört dieses kleine schwarze Etwas auf zu blinken und jagt über das Dokument wie ein kleiner Jack-Russel-Terrier, der emsig hinter einem geworfenen Stöckchen herjagt, um es zu seinem Besitzer zurück zu bringen.

Warum schreibe ich das hier alles? Sie als Leser werden sich wahrscheinlich fragen, was ich mit diesem Artikel überhaupt erreichen will. Nun, ich will es Ihnen verraten: Als Schreiberling – oder auch Autor genannt – kommen mir die Ideen für einen Artikel in den meisten Fällen spontan. Doch was danach kommt, ist meist stundenlange Arbeit: genaue Recherche und Vorbereitung.
Nehmen wir zum Beispiel diesen Artikel hier: Die Überschrift spukte mir seit einigen Wochen immer wieder durch meine grauen Denkerwindungen. Doch jedes Mal, wenn ich mich bisher an meinen Schreibtisch setzte, um dieses Dokument hier zu öffnen, waren die Gedanken wie von Geisterhand verschwunden. Dann ereilt mich das oben beschriebene Szenario: Ich sitze vor einem weißen virtuellen Blatt Papier mit diesem kleinen blinkenden Strich vor mir, der geduldig auf meine Eingaben wartet. Doch je länger ich auf diesen Strich schaue, desto mehr verunsichert mich diese kleine Linie. Bringt mich einfach aus dem Konzept. Ich habe ein sprichwörtliches Brett vor dem Kopf!

Nun werden einige höchstwahrscheinlich erwidern, dass es sich bei der Redensart „ein Brett vor dem Kopf haben“ um eine Metapher für mindere Intelligenz handele, wie auch das Internet einem dies suggeriert. Für mich ist diese Redensart aber etwas mehr: Nämlich ein Versuch auszudrücken, was einem Schüler oder einer Studentin mit Sicherheit bekannt vorkommen wird. Man hat sich stundenlang in geistigem Clinch mit der eigenen Gehirnmasse befunden und will das Ergebnis für die weitere Verarbeitung festhalten. Doch dieser kleine schwarze Streifen auf dem Blatt, der doch eigentlich „nur“ eine Hilfe sein möchte, um uns als Urheber unserer Formulierungen zu unterstützen, lässt einen dann doch zweifeln ob der gewählten Buchstabenfolgen…

Okay, just in den letzten Minuten hat dieses kleine schwarze Etwas wieder zugeschlagen. Minuten lang waren meine Gedankengänge durch einen imaginären Forst-Balken wieder blockiert. Was will ich mit diesem Artikel noch mal erreichen? Wie wollte ich jetzt noch mal weiter machen?

Damit Ihnen, liebe Leser, nicht das gleiche passiert, habe ich mich im Netz umgeschaut und bin mal der Frage nach gegangen, was man gegen diese Knoten in der Gehirnmasse tun kann. Dabei ist mir ein Erlebnis aus meiner Studienzeit wieder eingefallen: die mündlichen Prüfungen. Gott, wie habe ich die gehasst! (Studierende werden sich hier wahrscheinlich wieder finden.)
Im besten Fall sitzt der Prüfling mit dem Prüfer alleine in einem Raum und unterhält sich über das Prüfungsthema. Bei den wichtigen Prüfungen reicht den Universitäten aber nicht mehr nur ein Prüfer sondern da muss gleich eine Prüfungskommission aus zwei Prüfern und einem Protokollanten ran. Da kann es einem als Prüfling bei dieser Übermacht an „Gesprächspartnern“ auch mal Angst & Bange werden. Die Folge: immer mehr Druck und Stress. Beides begünstigt ein wie auch immer geartetes Brett vor dem Kopf. Wer wie ich dieses Phänomen kennt, sollte sich an die Tipps von Careerloft halten. Dann klappt das mit den Prüfungen und auch mit dem kleinen schmalen Strich auf dem virtuellen Papier!

In diesem Sinne einen guten Tag!

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Link-Hinweis: https://careerloft.de/news/95/Brett-vor-dem-Kopf-So-loest-Du-Denkblockaden-wenn-es-mal-wieder-stressig-wird
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